Der Serval (Leptailurus serval, Schreber 1776) ist eine hochbeinige, gefleckte Katze der Savanne. Er besiedelt Graslandschaften, in denen er ausreichend Wasser vorfindet. Daher ist er weder in Halbwüsten, noch in Wüstengebieten anzutreffen, sondern lebt in Savannen, Feuchtgebieten und lichten Wäldern. Leider wird der Lebensraum des Servals durch Brandrodung und Ausbreitung der Landwirtschaft immer mehr eingeschränkt.
Servale haben eine Kopf-Rumpflänge von 70 bis 95 cm, einen langen Hals und dünne Beine mit überlangen Vordergliedmaßen. Die Schulterhöhe beträgt etwa 65 cm. Auf der Rückseite jedes Ohres sind weiße Ohrflecke (sogenannte Wildflecken) zu erkennen. Auffallnd ist die besondere größe der Ohren.
Servalweibchen haben ein Gewicht von ca. 9-13 kg, während die Servalmännchen bis ca. 18 kg schwer werden. Die Fellfarbe der meisten Servale zeigt einen hellgelben Grundton mit schwarzen Punkten. Sie kann jedoch durchaus variieren; von hellgelb mit schwarzen Punkten über hellgelblich mit bräunlichen Punkten. In bestimmten Gebieten werden oftmals auch schwarze Servale gesichtet.

Nach einer Tragzeit von 77 Tagen erblicken meistens zwei, seltener drei Servalbabys das Licht der Welt. Die Aufzucht der Jungtiere erfolgt getrennt von den Männchen nur durch das Muttertier.

Der Serval ist ein hochspezialisierter Jäger, der seiner Beute besonders in hoher Grasvegetation auflauert. Servale sind ausgezeichnete Springer, die Vögel gezielt aus der Luft erbeuten können. Die Nahrung des Servals besteht in freier Wildbahn aus größeren Nagetieren wie Grasratten, Ohrenratten, Vielzitzenmäusen, Hasen sowie Vögeln, Fröschen und Reptilien aller Art. Auch Fische und Insekten werden nicht verschmäht. Gelegentlich können sogar Antilopenkitze und Flamingos zur Beute des Serval werden. Servale sind je nach Verbreitungsgebiet und Population anderer Tier sowohl tag- als auch nachtaktiv.
Servale sind eine der Wildkatzenarten, die man als große Kleinkatze bezeichnen könnte und nicht zuletzt der Ursprung der Savannah Katze ist.
In menschlicher Obhut werden die Servale bevorzugt mit Geflügelfleisch, Eintagsküken und Rindfleisch gefüttert. Zusätzlich bekommt der Serval wie alle Katzen die rein gebarft werden, eine Mineralmischung um Mangelerscheinungen vorzubeugen.

Die Haltung eines Serval und auch die ersten Generationen der Savannah Katze sind beim Amtsveterinär anzumelden. Eine Genehmigung erteilt das Umweltamt der Stadt bzw. des Kreises. Servale eignen sich nicht für eine reine Wohnungshaltung!!

Ein Raum von 50 qm im oder am Haus, der frostfrei beheizt werden kann stellt das Optimum für eine Servalhaltung dar. Angrenzend hieran ist in Deutschland ein Außengehege verpflichtend, dass pro Serval eine Größe von von mindestens 20 qm aufweisen muss. Diese Bestimmungen können von Bundesland zu Bundesland variieren und sind beim jeweiligen Veterinäramt zu erfragen.

Name: Serval

Lateinischer Name: Leptailurus serval

Klasse: Säugetiere
Größe: 60 – 90cm
Gewicht: 7 – 21kg
Alter: 10 – 20 Jahre
Aussehen: schwarz gefleckt auf goldfarbenem Fell
Ernährungstyp: Fleischfresser (carnivor)
Nahrung: Amphibien, Insekten, Schlangen, Vögel, kleine Antilopen
Verbreitung: Afrika
ursprüngliche Herkunft: Afrika
Schlaf-Wach-Rhythmus: tag- und nachtaktiv
Lebensraum: Savannah, Feuchtgebiete, Graslandschaften
natürliche Feinde: Leopard, Gepard, Löwe
Geschlechtsreife: mit dem zweiten Lebensjahr
Tragzeit: 75 Tage
Wurfgröße: 1 – 5 Jungtiere
Sozialverhalten: Einzelgänger
Vom Aussterben bedroht: Ja
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