Ernährung

Gute Ernährung, ist mit das Wichtigste was wir für die Gesundheit unserer Katze beitragen können. Es macht sie stark, widerstandsfähig und sorgt für ein kräftiges Immunsystem.

Was braucht die Katze überhaupt und wozu?

Eiweiß (Protein):

Ein lebenswichtiger Bestandteil der Nahrung. Es sollte aber tierisches Eiweiß sein, denn pflanzliches Eiweiß kann nicht verwehrtet werden und sind somit leere Kalorien. Wofür ist aber Eiweiß? Das Eiweiß liefert dem Körper die nötigen Kalorien. Es ist fast ausschließlicher Bestandteil von Fell, Haut, Muskeln und Krallen, auch das Gewebe setzt sich zu großen Teilen aus Eiweiß zusammen. Katzen haben einen sehr hohen Bedarf an tierischen Eiweiß, darin befinden sich unentbehrliche Aminosäuren, die die Katze nicht selbst herstellen kann.

Fett:

Fett spielt in der Katzenernährung ebenfalls eine bedeutende Rolle. Auch hier sollte es hauptsächlich tierisches Fett sein. Wie viel dem Fleisch beigefügt werden muss, hängt von dem Fettgehalt des Fleisches ab, bei Rinderhack oder Rindergulasch ist genügend Fett enthalten, bei mageren Hähnchen oder Putenbrust sollte Fett in entsprechenden Menge supplementiert werden. Wichtig sind die Omega-Fettsäuren, es gibt Omega-3-Fettäuren und Omega-6-Fettsäuren. Zu den Omega-3-Fettsäuren zählen die Alpahlinolensäure, die Eicosapentaensäure (EPA) und die Docosahexaensäure (DHA). Zu den Omega-6-Fettsäuren gehört die Arachidonsäure, diese ist besonders wichtig, da es sich um eine essentielle Fettsäure handelt, die die Katze nicht selbst herstellen kann. Linolsäure, wie auch Gammalinolsäure zählen auch zu den Omega-6-Fettsäuren. Omega-3-Fettsäuren befinden sich z.B. in Fisch, vor allem in Lachs. Von daher ist es zu empfehlen, zweimal pro Woche Fisch zu verfüttern, roh natürlich. Kleiner Fische, wie Sardinen, können ganz verfüttert werden. Verschmäht die Katze jeglichen Fisch, kann man als Alternative oder auch mal als Abwechslung Lacksöl verwenden. Das kann in z.B. in Form von Lachsölkapseln kaufen, davon gibt man 1-2 pro Woche über das Futter.

Die Omega-6-Fettsäuren sind beispielsweise in hohen Mengen in Eigelb enthalten oder auch in der Haut  vom Huhn, sowie Gänseschmalz. Das Verhältnis ist sehr wichtig, denn beide Fettsäuren werden von demselben Enzym verwertet, als erstes die Omega-3-Fettsäuren. Sind diese nun in einer zu hohen Menge vorhanden, wird zu wenig von den Omega-6-Fettsäuren verwertet und somit auch zu wenig von der wichtigen Arachidonsäure. Bei einem Mangel kann es zu Blutgerinnung und Fortpflanzungsstörungen kommen. Ein Mangel an Omega-3-Fettsäuren kann unter anderem zu Immunschwäche führen. Bei einem Überschuss von Omega-6-Fettsäuren, kann es an der Kerbsbildung mit beteiligt sein. Deshalb sollte man nicht zuviel Eigelb, Huhn mit Haut und Küken verfüttern. Möchte man auf große Mengen Futterküken nicht verzichten, sollte man den Dottersack ausdrücken. Muss die Nahrung mit Fett ergänzt werden, eignen sich verschiedene Schmantsorten, vom Schwein, Ganz, oder auch Butter, Rinderfett, Fischöl usw.

Vitamine:

Vitamine sind unentbehrlich für einen funktionierenden Stoffwechsel. Sie erledigen viele
wichtige Aufgaben, sie sind am Knochenaufbau beteiligt und sorgen für eine gute Sehkraft. Vitamine sind sehr empfindlich und können durch flasche Lagerung, kochen oder einfrieren zerstört werden. Einige Vitamine, wie das D3 kommen nur in tierischen Lebensmitteln vor. Es gibt einen wesentlichen Unterschied. Die Vitamine A, D, E und K sind fettlösliche Vitamine. Das bedeutet sie werden im Körper gespeichert und müssen täglich mit der Nahrung aufgenommen werden. Achtung, da sie aber gespeichert werden, darf man sie nicht überdosieren. Es kann sogar bis hin zur Vergiftung kommen. Gerade bei dem Vitamin A, muss ein Überschuss vermieden werden, es kann sonst zu vermehrten Knochenwachstum und Verknöcherung der Wirbelsäule kommen. Dann sind Folgen, wie Verkrüppelung und Lahmheit zu erwarten. Aus dem Grund sollte man nicht zuviel Leber verfüttern, denn diese enthält sehr viel Vitamin A. Eine kleine Portion, einmal die Woche ist aber eine willkommene Abwechslung. Die meisten Katzen fressen sehr gern Leber. Verfüttert wird sie natürlich frisch und roh. Um einen guten Ausgleich zu schaffen, kann man etwas Weizenkeimöl über das Futter geben, darin ist viel Vitamin E enthalten. Bei Wasserlöslichen B Vitamin, ist keine Überdosierung zu befürchten. Denn alles was zu viel ist, wird aus dem Körper heraus gespült. Jedoch müssen sie täglich aufgenommen werden. Sie sind beispielsweise in Bierhefeflocken enthalten. Diese werden einfach über die Mahlzeit gestreut. Das wasserlösliche Vitamin C, kann von der Katze selbst hergestellt werden und muss daher nicht zwingend in der Nahrung enthalten sein.

Mineralstoffe:

Zu den Mineralstoffen gehören Kalium, Calcium, Phosphor, Magnesium, Eisen, Natrium, Seelen, Mangan und Zink. Auch hier ist es wichtig, dass sie in der richtigen Menge, wie auch in einem günstigen Verhältnis zu einander stehen. Mineralstoffe sind unentbehrlich für Nerven, Knochen, dem Wasserhaushalt im Körper und sie sind noch an einigen anderen Vorgängen beteiligt oder zuständig. Natrium befindet sich zum größten Teil im Blut, aber auch in Knochen und Nieren. Es kann mit Salz supplementiert werden, auf 1 Kilo Fleisch, nimmt man 3-5 g. Füttert man Fleisch mit Knochen oder fügt man Knochenmehl bei, sollte die Salzmenge halbiert werden. Gut geeignet ist Himalayasalz. Was auch sehr wichtig ist, dass ausreichend Calcium und Phosphor verabreicht wird und dies auch in einem richtigen Verhältnis zueinander. Ein Verhältnis von 1, 1:1 bis 1, 2:1 ist optimal. Die richtigen Mengen, sind hier ganz entscheidend, weil Calcium und Phosphor auf einige Vitamine und andere Mineralstoffe Einfluß nehmen. Ist das richtige Verhältnis zueinander nicht gegeben oder über- wie auch unterdosiert, kann die Verwertung eines anderen Stoffes unter Umständen beeinträchtigt werden. Es ist gut wenn man auch mal fleischige Knochen füttert, Hühnerflügel, Hälse und Krakassen sind gut geeignet. Wenn man keine Knochen füttert, eignen sich verschiedene Supplemente, wie Knochenmehl oder zermörserte Eierschalen ( von ungekochten Eiern).

Kohlehydrate:

Katzen brauchen Kohlehydrate nicht wirklich. Ein kleiner Teil in der Nahrung ist aber gut, da sie sich positiv auf die Verdauung auswirken, indem sie die Darmtätigkeit anregen. Doch sollten sie nur ungefähr 4% der Nahrung ausmachen, das entspricht auch in etwa die Aufnahme in freier Wildbahn, bestehend aus dem Mageninhalt der Beute, Fell oder Federn. Dies ersetzt man durch Gemüse, Reis oder ähnlichem. Möhren, Tomaten, Zucchini, Kürbis, Äpfel eignen sich sehr gut. Was auf gar keinen Fall verfüttert werden sollt sind Lauch, Zwiebeln, Knoblauch und Avocados. Sie sind toxisch für Katzen. Kleinste Mengen Avocados verursachen Hustenreiz, Atemnot und einen erhöhten Plus. In höheren Mengen kann es zu Herzmuskelschädigungen und im schlimmsten Fall sogar zum Tod der Katze führen. Auch bei Kohl wäre ich sehr vorsichtig, denn Kohl bläht bekanntlich.

Taurin:

Unbedingt ergänzt werden muss Taurin, da die Katze es nicht selbst bilden kann. Taurin ist eine essentielle Aminosäure (Aminoethansulfonsäure). Sie wird für die Regulierung des Flüssigkeitshaushalts, Herzmuskelfunktionen, Insulin- und Cholesterinspiegel, Stoffwechsel des Gehirns und der Augen, Spermaproduktion, Gallensäfte, Fettverdauung, Adrenalin und auch für den Transport von Mineralien benötigt. Auch wirkt sich Taurin positiv auf das Fell der Katze aus, sie verlieren nicht mehr so viele Haare, wenn genügend Taurin verabreicht wird und langes Haar verknotet nicht so schnell.  Auch bei der Fütterung von Fertignahrung ist eine Tauringabe angebracht, da meist nur die erforderlichen Mindestmengen enthalten sind.


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Supplemente:

Die oben genannten Nährstoffe, sind unsere Supplemente, dass heißt die Zusätze die wir zufügen müssen (supplementieren), weil sie dem Futter fehlen. Es ist vom Vorteil wenn man zwischen verschiedenen Präparaten abwechselt. Bezugsquellen findet man im Internet, einige Präparate kann man auch in der Apotheke und manche sogar in Supermärkten kaufen. Bierhefeflocken erhält man dort z.B. Auch im Reformhaus wird man fündig. Supplemente am besten immer frisch über das Futter geben, einfrieren zerstört vor allem die wertvollen Vitamine und das Taurin. Der Gemüseanteil, kann mit eingefroren werden, doch füttert man noch täglich eine Nassfuttermahlzeit, kann man ganz darauf verzichten oder nur kleinste Mengen verfüttern, um den Speiseplan abwechslungsreich zu gestalten.

Wichtig ist bei Supplement Taurin, dass man es im lauwarmen Wasser auflöst bevor man es zum Futter gibt. Auch die andern Supplemente lassen sich besser in etwas Wasser lösen. Es ist sowieso empfehlenswert, auf 1 Kilo Fleisch ungefähr 150ml Wasser zu ergänzen. Schmalz sollte man evtl. vorher auf dem Herd schmelzen lassen, dann lässt es sich besser vermengen. Ich habe die Erfahrung gemacht, das gewolftes lieber genommen wird, wenn man etwas Bierhefe direkt darüber streut.

Wichtig ist das man nicht auf die Katze die Supplemente rechnet, sondern immer bezogen auf das Fleischgewicht. Wieviel man supplementiert hängt davon ab, was man füttert. Desto natürlicher die Ernährung ist, desto weniger muss man supplementieren.

Was für Fleisch gehört in den Napf?

Eigentlich eignet sich jede Fleischsorte für die Rohfütterung. Bei Schwein sollte man jedoch größte Vorsicht walten lassen, oder besser noch ganz auf Schweinefleisch verzichten. Denn es kann Überträger von Pseudowut (Aujetzkische Krankheit oder Juckseuche) sein. Hier in
Deutschland soll zwar keine Gefahr drohen, doch ich wäre da trotzdem vorsichtig da die Krankheit in jedem Fall tödlich verläuft und es keine Heilung gibt. Außerdem ist man sich immer so sicher, dass das gekaufte Fleisch auch wirklich aus Deutschland stammt? Gut ist, wenn man nicht nur verschiedene Fleischsorten füttert, wie Rind, Wild, Pferd, Pute, Strauß, Huhn, Kaninchen usw. Sondern auch aus verschiedenen Bereichen, dass heißt mal was aus der Schulter, mal was aus dem Rücken, Kopffleisch, Oberkeule, Brust usw. Verfüttern sollte man es in etwa Mausgroßen Stücken, oder in längeren Streifen. Das veranlaßt die Katze zum kauen.

Innereien:

Innereien sind eine gute Quelle von natürlichen Mineralstoffen und Vitaminen, jedoch sollten sie nicht in zu großen Mengen verfüttert werden (ca. 10%). Vor allem Leber sollte nicht zuviel verfüttert werden (ca. 5%), wegen ihrem hohen Vitamin A Gehalt. Eine Ausnahme sind Herzen, denn hierbei handelt es sich um einen Muskel, und sie können in den gleichen Mengen wie Fleisch verfüttert werden. Gut eigenen sich Hühner-, Puten-, Rinder- und Heidschnuckherzen. Gern werden Hühnermägen gefressen und sie sind gut für die Zähne, weil die Katze da ordentlich was zu kauen hat. Putenmägen sollte man vielleicht lieber einmal durch schneiden. Innereien von Hasen oder vom Kaninchen können ebenfalls gut verfüttert werden. Hühner- oder Rinderleber sind gut zu bekommen und werden auch sehr gern gefressen. Bei Nieren wäre ich immer ein wenig vorsichtig und würde sie nicht all zu oft im Speiseplan mit einbauen, da sie schließlich für die Entgiftung des Körpers zuständig sind, sie haben auch nicht so einen guten Nährwert wie die Leber, die ja auch für die Entgiftung zuständig ist.

Knochen:

Knochen zu verfüttern hat viele Vorteile, man hat ein natürliches Calcium : Phosphor Verhältnis. Sie sind gut für die Zähne, beugt Zahnstein und Zahnfleischentzündungen vor und kräftigt die Kaumuskulaltur. Das allerwichtigste ist, dass sie roh verfüttert werden und nicht in zu großen Mengen (ca. 5-10% Knochenanteil). Sonst kann es sich negativ auf die  Verdauung auswirken und der Calcium : Phosphor Anteil wird zu hoch. Gut eignen sich Fleischig Knochen wie Hühnerflügel, Hühnerhälse, Krakassen oder auch Kaninchenteile usw. wenn die Knochen nicht zu groß sind.

 

Ganze Tiere:

Komplett verfüttern kann man Küken, Mäuse in sämtlichen Altersstadien (Babymäuse, Adult…) Babyratten, Babykaninchen, Tauben, kleinere Fische, halt alles was die Miezen selbst zerlegen können. Auch das gehört zu einer gesunden Ernährung definitiv dazu.

 

Fisch:

Ein bis zweimal pro Woche, ist es empfehlenswert Fisch zu füttern. So nimmt die Katze wichtiges Vitamin D und viele ungesättigte Fettsäuren auf. Man sollte jedoch auf den Thiaminasegehalt  achten, Thiaminase ist in Fischen mehr oder weniger vorhanden. Das Thiamin spaltet das Vitamin B1 auf und zerstört es. Dies kann wieder zu einem Mangel führen. Um dies auszugleichen kann man ja den Tag nach den Fischmalzeiten etwas mehr Schellfisch, Seehecht, Heilbutt, Seezunge, Scholle, Sprotte, Rochen Lachs, Aal, Hecht, Brasse und Barsch.

Mag die Katze keinen Fisch, kann man auf Lachsöl zurückgreifen. 

Was sorgt noch alles für Abwechslung im Napf?

Man kann der Katze hin und wieder verschiedene Michprodukte wie Käse, Quark, Joghurt o.ä. anbieten. Es wird meistens sehr gern genommen und man kann vielleicht die Supplemente mit einrühren, die nicht so gern aufgenommen werden. Rohes Eigelb kann auch hin und wieder gefüttert werden, jedoch auch hier nicht so viel. Füttert man Küken, bekommt die Katze genügend Eigelb. Eigelb und Milchprodukte lassen sich auch sehr gut kombinieren und man kann der Katze abwechslungsreiche Drinks anbieten, z.B. Hüttenkäse mit Joghurt und einem Eigelb vermischen, oder Eigelb mit Quark, Wasser und Dosenmilch, für einen guten Geschmack, kann man auch etwas Multivitaminpaste einrühren. Solche Drinks bringen zwar nicht so viel Nährstoffe, doch die Katze nimmt so wertvolle Flüssigkeit auf. Solche Leckereien sind aber nicht als Mahlzeit anzusehen, sondern eher als kleiner Zwischensnack.

Das alles und noch vieles mehr können Sie in dem Buch “Vererbtes Design“ von Sandra Storch noch genauer nachlesen.


Vererbtes Design: Zucht, Genetik, Gesundheit und Farben der Katze

 

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